Dipl.- Psychologin Angelika Funken
Psychologische Psychotherapeutin 
Ego State Therapie
Was sind Ego-States? Persönlichkeitsanteile oder Ego-States sind Energien bzw. Dimensionen der Persönlichkeit, die aus der Interaktion mit der Umwelt entstanden sind. Sie sind kreative Versuche des Gehirns sowie des Organismus, sich durch das Leben zu navigieren. Jeder dieser Ego-States (oder Ich-Zustände) ist geprägt von eigenen Affekten, Körperempfindungen, Erinnerungen, Phantasien und Verhaltensweisen. Gleichzeitig hat jeder Ich-Zustand auch eigene Träume, Werte und Bedürfnisse. Der Verband an inneren Ich-Zuständen gleicht ein wenig einer Familie. Ego-State- Anteile sind zwar voneinander getrennt, tauschen jedoch Informationen aus und stehen in ständiger Kommunikation. Sie verfolgen zusammen Projekte und Ziele und weisen sich gegenseitig Rollen zu. Wie in Familien kann es zwischen Ego-States auch zu Konflikten und Feindseligkeiten kommen (Fritzsche, 2014). In der Teilearbeit geht es daher auch nicht darum, destruktive Ich-Zustände zu entsorgen. Das zu tun kommt dem Versuch gleich, ein anerkennenswertes Bedürfnis löschen zu wollen, wie z. B. Geborgenheit oder Sicherheit. Vielmehr ist das Ziel in der Ego-State-Therapie, diesen Ich-Zuständen zu helfen, neue Strategien zu entwickeln, um diese Grundbedürfnisse zu erfüllen. Dieser Aspekt wurde auf der Teile-Tagung in allen Beiträgen und Workshops hervorgehoben. Teile wurden verstanden und gewürdigt (was nicht bedeutet, dass man mit der Strategie des Ich-Zustands einverstanden ist), und es wurden ihnen auch Grenzen gesetzt, doch kein Referent ließ einen Ich-Zustand komplett entfernen (falls das neurobiologisch überhaupt möglich ist). Was ist das Ziel der Ego-State-Therapie? Die Ego-State-Therapie ist in gewissem Maße eine Verdinglichung. Das heißt, ich versuche, psychisches Geschehen greifbar zu machen, und mache einen Anteil daraus. Ego-States sind weder wahr noch richtig, sie sind ein Konstrukt, das uns helfen soll, manche psychischen Phänomene besser zu verstehen und emotionale Herausforderungen besser zu bewältigen. Letzten Endes ist die Ego-State-Therapie also ein Mittel zum Zweck. Menschen sollen befähigt werden, mithilfe ihrer Ego-States belastende Erfahrungen besser zu bewältigen. Dadurch sollen Wachstumsprozesse, Selbstbestimmtheit und Beziehungsfähigkeit gefördert werden.    
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